Sehenswürdigkeiten in Gröden

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Nicht nur aufgrund seiner grandiosen Berglandschaft, sondern auch wegen der einzigartigen Architektur und Geschichte lohnt sich ein Besuch des Grödentales. Die alten Bauernhäuser und Kirchen zeugen dabei vom alten gesellschaftlichen Leben, das am besten im Grödner Heimatmuseum in St. Ulrich betrachtet werden kann. Hier gibt es eine ansehnliche Sammlung über Volks- und Brauchtum, Kunstgewerbe, Vorgeschichte und Naturkunde des Grödentales.

Empfehlenswert ist weiter der Besuch der prunkvollen Pfarrkirche von St. Ulrich, die erst Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde und einen guten Einblick in das Kunsthandwerk des Tales gibt.

Ganz im Gegensatz zur prächtigen Pfarrkirche steht die einfache Kirche von St. Antonius am sogenannten Antoniboden, die 1673 erbaut wurde und sehr einfach gehalten ist. In ihr befinden sich die Statuen des hl. Ruprecht und des hl. Ulrich, der Schutzpatron von St. Ulrich. St. Ulrich ist weiter der Geburtsort von Luis Trenker, dem berühmten Schriftsteller, Bergsteiger und Regisseur, ihm wurde im Ort ein Denkmal gewidmet: Auf einem Fels sitzend, schaut er in Richtung des Langkofels und weist auf ihn hin.

Einige umgebaute Häuser widerspiegeln verschiedene Baustile und verleihen dabei dem Ort einen fast ornamentalen Glanz. Neben zahlreichen Gebäuden des historischen Stadtkerns ist das "Blaue Haus", welches an der Straße nach St. Christina liegt, dafür kennzeichnend.

Die Fischburg ist das letzte Schloss, das die Grafen von Wolkenstein zwischen 1622 und 1641 errichten ließen. In ihr ist besonders die geschmacksvoll eingerichtete gotische Stube sehenswert. Die Burg ist heute im Besitz der Erben des Freiherrn Franchetti aus Venedig.

Wolkenstein ist wiederum bekannt für seine vielen Burgen, unter denen die Ruine von Wolkenstein die bekannteste ist und deren Erbauung auf das Mittelalter zurückgeht und durch ihre uneinnehmbare Lage die Phantasie der Menschen besonders reizt. 1291 wurde sie von Randolt von Villanders gekauft, der Ahnherr der Grafen von Wolkenstein wurde. Bis heute ist die Burg im Besitz dieser Familie.

Das Castel Pietra ist eine weitere Burgruine, die auf einem mächtigen Findlingsblock steht und heute ohne alpine Hilfsmittel nicht mehr zugänglich ist. Geschichtsträchtig ist auch das Schloss Andraz der Bischöfe von Brixen, dessen Ruinen man gleichfalls nur kletternd betreten kann.

 



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Die Sonnenuhr auf Monte Pana - für Freunde der Astronomie und der Zeitmessung. Hier wurde eine sphärische Äquatorial-Sonnenuhr mit 2 m Durchmesser aufgestellt, die für St. Christina und weitere 60 Städte die wahre Ortszeit (WOZ) sowie die mitteleuropäische Zeit (MEZ) anzeigt.

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Die Fischburg , an der Grenze zwischen Wolkenstein und St. Christina, ist ein zwischen 1622 und 1641 von Engelhard Dietrich von Wolkenstein-Trostburg erbautes Sommer- und Jagdschloß im Stil der Renaissance, das aber in seiner Monumentalität mittelalterliche Wehrhaftigkeit vortäuscht. Im Jahre 1863 schenkte Leopold Graf von Wolkenstein-Trostburg die Fischburg der Gemeinde St. Christina zur Einrichtung eines Alters- und Armenhauses. Seit 1926 hingegen ist die Fischburg in Besitz des venezianischen Barons Carlo Franchetti und daher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

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Die St. Jakobskirche (la "dlieja da Sacun") liegt oberhalb von St. Ulrich und ist nur zu Fuß erreichbar. Die der Überlieferung nach älteste Kirche des Tales ist dem Heiligen Jakob geweiht, dem Beschützer der Wanderer und Pilger. Malerisch gelegen, birgt sie im Chor einen schönen Freskenzyklus und am barocken Hauptaltar Skulpturen (Originale im Grödner Heimatmuseum). Die Öffnungszeiten der St. Jakobskirche erfahren Sie im Tourismusverein St. Ulrich.
Kirche_santa_christina.jpg St. Christina, mitten im Tale und nahe dem frühgeschichtlichen Höhenweg "Troi Paian" gelegen, ist die älteste Seelsorge des Tales. Bereits gegen Ende des 12. Jahrhunderts dürfte hier eine der Heiligen Cristina geweihte Kapelle gestanden haben. Von der romanischen Kirche - die in einem päpstlichen Ablaßbrief von 1342 erwähnt ist - ist noch der Glockenturm bis zum Dachansatz erhalten. Später wurde der Charakter durch Um- und Zubauten weitgehend verändert. Aus gotischer Zeit stammt der Chorraum, dem im 16. Jahrhundert auch ein polygonales Beinhaus angefügt wurde. Sehenswert: der Aufbau des Hochaltars, um 1690 in der Werkstatt der bekannten Bildhauer-Dynastie Vinazer entstanden, sowie die Bronzestatue der Hl. Philomena im Beinhaus, ein klassizistisches Werk des Bildhauers Dominik Mahlknecht.
nives.jpg Die Pfarrkirche "Maria Hilf" in Wolkenstein : das neugotische Langschiff aus dem 19. Jahrhundert wurde im Jahre 1988 abgerissen und durch einen modernen Bau - in der Form eines Oktogons - ersetzt. Aus dem Jahre 1670 blieb hingegen der schöne Altarraum mit dem Gnadenbild von Lucas Cranach am Hauptaltar bestehen. Bereits 1503 ließ Wilhelm von Wolkenstein hier eine Kapelle zu "Maria Hilf" bauen, die später mehrmals vergrößert wurde, da viele zu diesem geschätzten Wallfahrtsort pilgerten und noch heute pilgern. An der Außenmauer der Sakristei findet man einen bemalten Wappenstein der Wolkensteiner. Das Gnadenbild am Hochaltar ist eine Kopie der Madonna mit Kind von Lucas Cranach.
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Die Burgruine Wolkenstein (13. Jh.) hängt dramatisch wie ein Adlerhorst in der Stevia-Wand. Ein kurzer, steiler Weg führt vom Ausbildungszentrum der Carabinieri im Langental hinauf.